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FAQ

Sie haben Fragen? An dieser Stelle haben wir die wichtigsten und häufigsten auf einen Blick für Sie beantwortet. Sollte die passende Antwort nicht auffindbar sein, helfen wir Ihnen selbstverständlich persönlich und unbürokratisch per Telefon, Mail oder Fax weiter.

1. Wie hoch ist die Lebensdauer von Heizelementen?

Die Lebensdauer der Heizelemente gestaltet sich variabel, da diese insbesondere von folgenden Faktoren abhängig ist:

  • der Arbeitstemperatur des zu beheizenden Mediums
  • der thermischen Oberflächenbelastung (W/cm²)
  • der Wärmeabnahme
  • der Temperaturreglung
  • den Umgebungsbedingungen wie Feuchtigkeit und Schmutz

Für unsere Heizelemente werden Materialien nach aktuellem Stand der Technik eingesetzt, an die wir hohe Qualitätsanforderungen stellen. Um die für Sie passende Heizpatrone auszulegen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

2. Wie sollen die Bohrungen bei geschliffenen „GC-cart“ Heizpatronen ausgelegt sein?

Wir empfehlen den Einsatz in einer H7-Bohrung.

Nenndurchmesser in mm6...1010...1818...3030...50
Grenzabmaße für Bohrung H7 in µm+15+18+21+25

Standardmäßig werden die geschliffenen „GC-cart“ Heizpatronen mit Nenndurchmesser -0,02 mm ...-0,06 mm geliefert.

3. Sind Montagepasten sinnvoll?

Die meisten Pasten sind mit einem Ölgemisch angerührt, die den Einbau deutlich erleichtern. Dieses Öl wird bei Temperaturen von ca. 250°C ausgedampft. Die dabei entstehenden Dämpfe können nach dem Eindringen in das Heizelement zu Beschädigungen, wie z.B. einem Kurzschluss führen.

GC-heat „Bornitrid-Spray“ besitzt ein sehr gutes Trenn- und Schmierverhalten. Es kann bei sehr engen Passungsspielen eingesetzt werden und verbessert zusätzlich die thermische Wärmeleitfähigkeit. Da es sich um ein keramisches Produkt handelt, kann es unbedenklich eingesetzt werden.

4. Was passiert, wenn eine andere Spannung als angegeben an das Heizelement angelegt wird?

Ein elektrisches Heizelement ist ein ohmscher Widerstand, die Leistung ist abhängig von der angelegten Spannung.

R = U² / P R = Widerstand (Ω), U = Spannung (V), P = Leistung (W)
Bei 10 % höherer Spannung (als ausgelegt) steigt die Leistung um +21 %.

5. Wie hoch ist die Einschaltleistung?

Bei der Erstinbetriebnahme kann die Einschaltleistung (insbesondere bei Hochleistungsheizpatronen) 7-9 % höher sein als die Nennleistung im warmen Zustand (einmalige Rekristallisierung).

Die Einschaltleistung kann 3-5 % höher sein als die Nennleistung im warmen Zustand. Dies ergibt sich durch die Absenkung des spezifischen Widerstands von warm auf kalt.

Die Toleranz der Leistung (Fertigungstoleranz) und die höhere Einschaltleistung können sich addieren.

6. Wie werden Heizelemente gelagert?

Bei hochwertigen Heizelementen wird ein hygroskopisches Isolationsmaterial verwendet. Dieses zieht bei langer Lagerung Feuchtigkeit an und reduziert dadurch den Isolationswiderstand. Durch Aufheizen mit reduzierter Anschlussleistung, oder das Austrocknen in einem Ofen bei 180 °C während 8 Stunden, lässt sich die Feuchtigkeit beseitigen.

7. Wofür und was ist eine Anfahrrampe oder eine Anfahrschaltung an einem Regelgerät?

Die Anfahrschaltung dient dem schonenden Betrieb keramischer Heizelemente. Hierbei wird das Heizelement langsam auf 100 °C aufgeheizt, damit eine eventuelle Feuchtigkeit aus dem Heizelement ausgetrieben wird und eine Beschädigung durch z. B. einen Kurzschluss vermieden werden kann.

8. Wie kann ich am einfachsten die Anschlüsse verlängern?

Hierzu sollten gleiche Materialien benutzt werden. Nickellitzen sollten z. B. mit Nickellitzen verlängert werden. Hierzu nutzt man die passenden Crimphülsen. Zur Isolierung der Crimpstellen bieten wir Ihnen unterschiedliche Schläuche an. Um Temperaturdifferenzen bei Thermoelementleitungen zu verhindern, sollten diese nur mit dem gleichen Material verlängert werden. Sprechen Sie uns an, denn wir haben die richtigen Materialien für Sie auf Lager.

9. Was sagt die Stempelung auf einem Heizelement aus?

Um eine Rückverfolgbarkeit der Aufträge zu garantieren, stempeln wir alle Heizelemente mit der Auftrags- und Positionsnummer. Die ersten beiden Ziffern enthalten den Jahrgang des Auftrages. Zusätzlich wird die ausgelegte Spannung und Leistung angegeben.

10. Können Heizelemente gekürzt werden?

Nein. In den Heizelementen werden Heizleiterdrähte mit Keramik verarbeitet. Diese Heizleiterdrähte sind auf Spannung und Leistung ausgelegt und wenn diese gekürzt werden, ist das Heizelement defekt.

11. Welche Temperaturen vertragen die Anschlusslitzen?

Silikon getränkte glasseidenisolierte Nickellitze:bis max. 350 °C
Silikonlitzen:bis max. 180 °C
Teflonlitze (PTFE):bis max. 260 °C
Glasseidenisolierte Litze Typ M:bis max. 600 °C
Keramik beperlte Litze:bis max. 750 °C

Hinweis: Oben genannte Temperaturen beziehen sich auf den statischen Betrieb der Anschlusslitze. Bei länger anhaltender Temperaturbelastung von über 200°C entweicht die Silikontränkung aus den glasseidenisolierten Litzen. Die Litze kann durch Bewegung brüchig werden.

Der minimale Biegeradius (r min) der Glasseidenlitze beträgt 10 x Litzenaußendurchmesser (AD) - Beispiel: bei 0,5mm² Querschnittsfläche beträgt der Außendurchmesser 2,0 mm.
Der minimale Biegeradius berechnet sich dann folgendermaßen: r min = 2,0 mm x 10 = 20 mm.

12. Können die unbeheizten Zonen einer „GC-coil“ gebogen werden?

Die ersten 10 mm nach dem Anschlusskopf und die 10 mm vor dem gewendelten Bereich sollten nicht gebogen werden. Dazwischen sind die unbeheizten Zonen einmalig in dem angegebenen Biegeradius biegbar.

13. Wie setze ich eine „GC-coil“ auf eine Düse auf?

Eine „GC-coil“ sollte auf eine Düse aufgedreht werden, damit sie einen optimalen Sitz auf der Düse hat. Wir fertigen diese mit einer Innendurchmessertoleranz

≤ 12 mm Innendurchmesser von -0.05 / -0.2 mm
> 12 mm Innendurchmesser von -0.1 / -0.3 mm

14. Wie groß ist die maximal zulässige Krümmung einer „GC-cart“?

Die „GC-cart“ ist abhängig von Durchmesser und Länge. Sie ist elastisch biegbar und erleichtert daher das Einschieben in Bohrungen. Bei den „GC-carts“ mit einem Durchmesser D ≥ 20 mm und einer Außendurchmessertoleranz von -0,02 mm / -0,06 mm beträgt die maximale werkseitige Krümmung 0,3 mm pro laufendem Meter (L) (siehe Abbildung).